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#streitkultur mit Publizist Michel Friedman

“Wer nicht mehr streitet, gibt auf. Die Evolution des Menschen ist gekoppelt an seine Fähigkeit zu zweifeln, zu widersprechen, zu streiten … ohne Streit ist Fortschritt undenkbar und Stillstand oder Rückschritt unvermeidlich” (Michel Friedman: “Streiten? unbedingt!”)

Streiten ist meist negativ belegt. Die heutige Streitkultur führt zu selten zu einer konstruktiven Auseinandersetzung, einer zielgerichteten Konfliktlösung, einer Bereicherung des eigenen Horizonts. Der Streit verkommt häufig zum dialogfreien Austausch von Meinungen, zum laut-starken Rechthaben, zum Durchsetzen der eigenen Ansichten und nicht selten zum unversöhnlichen Schlag-Abtausch. Es dominieren Aggressionen, wo Aufmerksamkeit gefragt wäre, es regiert die starrköpfige Sturheit, wo interessierte Offenheit den Weg ebnen könnte. Wie wichtig “richtiges” Streiten aber ist und welchen Wert es hat, dass man überhaupt streiten darf, zeigt sich am Beispiel der Länder, in denen bestimmte Meinungen oder Überzeugungen erst gar nicht (öffentlich) vertreten werden dürfen. Streiten ist in diesem Umfeld bedrohlich, gar lebensgefährlich. Eine funktionierende Demokratie braucht den lebendigen Streit wie die Luft zum Atmen. Diskursfähigkeit ist die Grundausstattung, über die Bürger*innen verfügen sollten.

Am Donnerstag, 25. November 2021 um 20:00 Uhr ist der Publizist Michel Friedman zu Gast, der sein neues Buch “Streiten? unbedingt! Ein persönliches Plädoyer” vorstellt und darüber diskutiert.

Datum

25 Nov 2021

Uhrzeit

20:00
Urania Theater Ehrenfeld

Ort

Urania Theater Ehrenfeld
Urania Theater, Platenstr. 32, 50825 Köln
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